December 26th, 2009
Noch sechs Tage und dann ist dieses Jahr schon wieder vorbei. Wie schnell es mal wieder ging. Bald wohnen wir ein Jahr hier in der Wohnung, bald ist Marlo ein Jahr alt. Zugegeben, ich habe dieses Jahr nach der Babypause sehr viel gearbeitet und bin oft spät nach Hause gekommen. Wäre Frank kein so hervorragender Vater, wäre das nicht so einfach möglich gewesen. Aber inzwischen bin ich schon seit drei Wochen zu Hause und erhole mich von der dritten Ohr-OP. Es bleiben mir noch zwei Wochen bevor ich nach einer sechswöchigen Pause wieder arbeiten gehe. Das wird sicher eine harte Umstellung besonders für Marlo. Er hat sich in den letzten Wochen so sehr an mich gewöhnt, dass er ständig auf meinen Arm will.
Wenn ich zurückdenke muss ich sagen, dass ich hauptsächlich über diesen Dezember berichten kann. Die anderen Monate waren geprägt von Arbeit und außer arbeiten, schlafen und essen habe ich kaum etwas bemerkenswertes erlebt. Frank nennt mich inzwischen einen Workoholic und ich kann das nicht wirklich leugnen. Aber ab April 2010 soll das anders werden. Dann werde ich nicht nur arbeiten, sondern auch wieder studieren. Die Mannheim Business School hat mich für ihren Executive MBA aufgenommen. Es ist eines der wenigen Masterstudiengänge, die am Wochenende unterrichtet werden. Ich musste mir zwar anhören, dass ich noch sehr jung für das Programm bin, aber mit einer Familie ist man dann doch nicht mehr so flexibel um einfach mal ein Jahr auszusetzen.
Ihr seht, es gibt einfach nicht mehr viel Spannendes zu berichten und das was ich noch zu schreiben habe klingt ziemlich trocken. Nach dem Studium, das 1 1/2 Jahre dauert, würde ich gerne für ein Jahr eine Gastschülerin aufnehmen, vielleicht wird unser Leben dann wieder etwas spannender.
Viele Grüße,
Nora
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October 22nd, 2005
Mein erster freier Tag ohne irgendein Event hat um 6:30 Uhr begonnen. Aus der Küche (also direkt hinter der Glasschiebetür) war Krach zu hören. Dann schien auf einmal auch noch helles Licht durch den oberen Teil der Wand, der ebenfalls aus Glas ist, für den es aber keine Gardinen gibt. Die Tochter hat offensichtlich auch samstags Schule. Und die gute Mama muss ja schließlich für ihr Töchterchen Frühstück richten. Seltsam nur, dass es in den 2 ersten Wochen ohne Krach ging.
Ich habe den Vormittag bei offenen Türen (es soll ja auch noch Licht ins Esszimmer scheinen) im Bett verbracht und Tagebuch geschrieben bis der Vater neben mir stand und fragte, ob ich Mittagessen möchte.
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June 13th, 2009

Heute Vormittag war ich mit Robin beim Friseur. Ganz verschüchtert und mucks Mäuschen still saß er auf dem Stuhl. Die langen Haare waren mehr als überfällig. Wir waren die einzige Kundschaft im Salon, ein Familienbetrieb, und so konnte sich der Opa ganz Robin widmen und ihn unterhalten während seine Tochter die Haare schnitt.
Sie hat schnell und schön geschnitten. Als wir zu Hause waren ist mir jedoch aufgefallen, dass die Haare im Nacken noch etwas zu lang waren und abstanden. Frank hatte die “gute” Idee selbst mit dem Langhaarrassierer nachzubessern. Leider hatte ich den Aufsatz zu klein gewählt und so kam es, dass am Ende nichts von der frisch geschnittenen Frisur übrig blieb und Robin nun Militär-kurze Haare hat. Die 15 Euro hätten wir uns damit sparen können.
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May 29th, 2009
ENDLICH haben wir auch ein Auto. Seit Monaten ist Robins erstes Wort nach dem Aufstehen oder beim Telefonieren “Auto”. Jetzt hat er neben seinen Matchbox-Autos endlich ein eigenes zum Fahren. Und er wird einfach nicht müde darauf zu sitzen und durch die Gegend zu brausen.
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April 4th, 2009
Heute hat ein Mitarbeiter in der Firma mit neugierigem Blick meinen Bauch berührt als ich – mit der Milchpumpe in der Hand! – in “mein Abpumpkämmerchen” gegangen bin. Er hatte wohl gehofft ein Geheimnis zu lüften und schaute daher etwas verdattert drein als ich sagte: “Ich habe gerade erst eins bekommen”. Ich musste schmunzeln. Es ist deutlich netter als das was ich kurz nach Robins Geburt einmal gesagt bekommen hatte (Wieso bist du denn noch so dick? Hast du da noch eins drin?). So etwas kommt davon, dass man in China junge Mütter kaum aus dem Haus gehen sieht. Viele Chinesen waren damals auch erstaunt wie klein Robin war.
Das Abpumpen klapt jetzt schon sehr gut. Die Vorbereitungen habe ich auf ein Minimum reduziert und das neu erstandene Sterilisiergerät hat die Brandgefahr im Betrieb deutlich verringert. Schlechter wird allerdings meine Zeiteinteilung. Ich bin sowohl morgens als auch abends nachlässiger mit dem Einhalten der Abpumpzeiten. Jeden Tag packe ich eher lustlos meinen Kram um umzuziehen. Und jedes Mal wenn ich zurückkomme hoffe ich dass ich es so lange wie möglich durchhalte. Geleichzeitig macht mich diese Lustlosigkeit ehrgeizig und so verfolge ich jetzt das Ziel wie bei Robin 6 Monate lang voll zu stillen. 3 Monate sind ja schon fast geschafft. Es sind zwar erst angehende 3 Wochen mit Pumpe, aber das überhöre “überdenke” ich geflissentlich. Aber spätestens im Juli, wenn es so richtig heiß ist, werde ich aufhören, denn dann ist der Transport nicht mehr so sicher.
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April 3rd, 2009
Es ist der Wahnsinn. Wir leben hier doch wirklich wie im Schlaraffenland. Morgen kommt Obama und keiner traut sich nach Baden-Baden aus Angst nicht mehr nach Hause zu kommen und nächste Woche ist ein Feiertag. Und übernächste Woche auch! Bislang hatte ich das chinesische Prinzip alle Feiertage auf zwei Wochen zu verteilen nicht schlecht gefunden, aber mir war dabei gar nicht aufgefallen, dass es so ja viel besser ist. Ständig haben wir irgendwelche Feiertage. Fast jeden Monat. Diese Tage haben ihren Namen wirklich verdient! Und dann gibt es auch noch Urlaubstage. In China sind das ab dem zweiten Jahr das man beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist nur 10 Tage. Davon verbringen sie durchschnittlich 4 Tage im Zug oder Bus um in die Heimatstadt zu gelangen. Jammern dürften wir daher eigentlich nur, weil die 28 Tage plus Feiertage unsere Wettbewerbsfähigkeit senken. Wen das nicht stört, der sei häppiiiiiii!!!!! Vergessen sei mal für eine Sekunde die Wirtschaftskrise und wir geniesen den Frühling und die aufkommenden Feiertage.
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April 1st, 2009

Ich hätte nie gedacht, dass Jungen einen so stolz machen können. Beide Male habe ich mir ein Mädchen gewünscht und beide Male bin ich überglücklich über die süßen BEngel.
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